BauherrLandkreis Ostallgäu | FertigstellungOktober 2010 |
Nutzfläche5.900 m² | Investition5.300.000 € |
Der Landkreis Ostallgäu sah sich vor einer typischen Herausforderung des Nachkriegsschulbaus: ein energetisch veraltetes Gebäude aus dem Jahr 1980, das saniert werden musste – ohne dass die 850 Schülerinnen und Schüler für Monate ausquartiert werden konnten.
Die Lösung war die serielle Sanierung mit TES EnergyFacade: Alle bauvorbereitenden Arbeiten erfolgten nach Unterrichtsschluss, die eigentliche Fassadenmontage wurde vollständig in die sechs Sommerferienwochen gelegt. Die bis zu 8,8 Meter breiten und 3,5 Tonnen schweren Holzrahmenelemente wurden just-in-time angeliefert und fassadenweise im Takt versetzt.
Neben der neuen Hülle erhielt das Gebäude eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, gedämmte Kellerdecke sowie vollständig erneuerte Sanitär-, Heizungs- und Elektrotechnik. Das Projekt wurde als europäisches Pilotprojekt wissenschaftlich begleitet von den TU München-Lehrstühlen der Professoren Hermann Kaufmann und Stefan Winter.
„Gründliche Vorabberechnungen zeigten eindeutig: Die Realschule lässt sich mit vertretbarem Aufwand sanieren und dabei hervorragende Dämmwerte erzielen.“
Alexander Müller · a7. architekten
Auszeichnung 2011: Für die Entwicklung und Umsetzung des TES-Systems erhielt das beteiligte Holzbauunternehmen Ambros den Deutschen Holzbaupreis in der Kategorie „Komponenten und Konzepte“. Das Konzept wurde zudem mit dem Schweighofer Prize in der Kategorie Innovation geehrt.